
Bergbau
Schwarze Stollen
Bergbaugebiet Nordhausen Allgemein bekannt ist, dass der Harz und auch der Südharz um Nordhausen reich an Bodenschätzen, vorrangig Erzvorkommen, war und teilweise auch noch ist (Gipsvorkommen Rottleberode). Wenig bekannt ist, dass es auch zwei lokale Steinkohlenvorkommen gab, eines davon in Ilfeld, wo bereits seit 1737 und mit mehreren langjährigen Unterbrechungen bis 1949 Steinkohle gefördert wurde. Seit 1981 existiert das Schaubergwerk Rabensteiner Stollen, wo eine Befahrung des Altbergwerkes seit kurzem auch mit einer Grubenbahn unternommen werden kann. Der Erinnerung an die reichhaltigen Mineralvorkommen widmet sich in jüngster Zeit ein Verein, der unter der Bezeichnung Manganit ebenfalls in Ilfeld dieses typlokale Mineral neben anderen Sammelstücken aus der Region präsentiert. Am Braunsteinhaus in Ilfeld befindet sich darüber hinaus ein bergbauhistorischer Lehrpfad des Manganerzbergbaues. Das Bergbaugebiet um Nordhausen ist aber auch unrühmlich in die Geschichte eingegangen. So wurde die Grube Dora Nord bei Nordhausen von den Nationalsozialisten zunächst als Lager für Treibstoffe und andere kriegswichtigen Rohstoffe genutzt, ab 1943 wurde daraus eine Außenstelle des KZ Buchenwald. Tausende Häftlinge fanden unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen in dem 20 km langen Stollen- und Kammersystem den Tod. Daran erinnert heute die KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora. Tipps:
Fotosammlung: Steinkohlen-Besucherbergwerk Rabensteiner Stollen / Ilfeld KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora / Nordhausen Manganit Ilfeld (Lehrpfad, geologische Aufschlüsse) Ilfeld
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